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Warum bei Softwareaktien der nächste große Turnaround 2026 anstehen könnte

Betrachtung Softwaresektor

Diese Chartanalyse zeigt mögliche Einstiegspunkte auf. Es kann also auch nochmal etwas weiter runter gehen.

Software-Aktien haben 2026 einen schwachen Start hingelegt. Namen wie Adobe, Salesforce oder Shopify notieren 25–30% unter ihren Hochs – und das nicht ohne Grund. Die zentrale Sorge am Markt: KI könnte das klassische Enterprise-Software-Modell grundlegend entwerten. Warum teure Lizenzen zahlen, wenn KI-Tools dieselben Aufgaben irgendwann günstiger erledigen?

Diese Angst ist nachvollziehbar – aber möglicherweise überzogen.

Denn schaut man auf die tatsächlichen Unternehmenszahlen, sieht die Lage deutlich weniger dramatisch aus. Kunden kündigen ihre Verträge nicht – sie verzögern lediglich neue Käufe. Die Kundenbindungsraten befinden sich auf Rekordniveau. Gleichzeitig integrieren viele Anbieter KI nicht als Bedrohung, sondern als Wachstumstreiber: Salesforce meldet zweistelliges RPO-Wachstum, NICE steigert seinen KI-Umsatz um 66% pro Quartal, und Adobe verzeichnet Rekorderlöse.

*RPO-Wachstum: Anstieg vertraglich zugesicherter, aber noch nicht realisierter Umsätze

Hinzu kommt ein struktureller Punkt: Die Bewertungen im Sektor sind auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gefallen – knapp unter dem 10-fachen EV (Enterprise Value)/Umsatz. Für Unternehmen mit stabilen Cashflows und hoher Kundenbindung ist das historisch gesehen ein attraktives Niveau. Auch das häufiger verwendete KGV oder PE-Ratio ist bei den meisten Softwareunternehmen historisch günstig.

Der Markt scheint derzeit Angst und Fundamentaldaten zu verwechseln. Wenn sich die KI-Disruption als langsamer und selektiver herausstellt als befürchtet – und die bisherigen Zahlen deuten darauf hin – dann könnten Software-Aktien vor einer deutlichen Neubewertung stehen.


Einzelne Titel im Überblick / Expertenmeinungen

Intuit (INTU) Die Aktie ist 2026 bisher rund 39,7% eingebrochen – weit stärker als der Gesamtmarkt. Der Haupttreiber: KI-Angst. Investoren befürchten, dass generative KI das traditionelle Steuer- und Buchhaltungssoftware-Modell disrumpieren könnte – auch wenn sich diese Bedrohung in den tatsächlichen Unternehmenszahlen bislang nicht materialisiert hat. Barchart Das Paradoxe: Intuits Plattform bündelt genau das, was Unternehmen heute brauchen – intelligente Automatisierung und Echtzeit-Insights. Auf der Konsumentenseite schafft die Integration von TurboTax und Credit Karma mit 45 Millionen monatlich aktiven Nutzern starke Cross-Selling-Möglichkeiten. Dazu kommt eine neue OpenAI-Partnerschaft, die Zugang zu 800 Millionen wöchentlichen ChatGPT-Nutzern eröffnet. TIKR Northcoast hat die Aktie zuletzt auf „Buy“ hochgestuft. 24/7 Wall St.

Qualcomm (QCOM) Qualcomm handelt im Bereich von 136–158 Dollar – mit einem breiten Analystenspektrum von 140 bis 270 Dollar für das 12-Monats-Kursziel. Der Konsens liegt bei rund 191 Dollar. Die Meinungsverschiedenheiten spiegeln unterschiedliche Einschätzungen zur Fähigkeit des Unternehmens wider, 5G- und KI-Trends in seinem Chip- und Lizenzgeschäft zu monetarisieren. Capital.com Das Unternehmen hat bei CES 2026 seine On-Device-KI und Automotive-Plattformen prominent präsentiert – beides sind Wachstumsfelder, die noch kaum im Kurs eingepreist sind.

Uber (UBER) Analysten sind überwiegend positiv gestimmt: 29 von 36 bewerteten Analysten vergeben ein „Buy“ oder „Outperform“, mit einem Konsens-Kursziel von 109 Dollar. Stifel, Guggenheim und Keybanc sehen im Durchschnitt sogar 115 Dollar – das wäre ein Aufwärtspotenzial von rund 44% gegenüber dem Januarstand von 80 Dollar. Benzinga Das Kernargument:

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